Vom Flur bis zur Haustür – worauf es bei Innentüren und Eingangstür ankommt
Türen werden täglich unzählige Male benutzt. Eine Innentür soll leise schließen und Geräusche dämpfen, die Haustür soll dicht sein, Wärme halten und Einbrecher abhalten. Mit den richtigen Maßen und Eigenschaften gelingt beides.
Bei einer Sanierung werden Türen oft erst spät ausgesucht. Dabei hängt viel an ihnen. Die Größe der Öffnung muss stimmen, die Zarge muss zur Wand passen, und je nach Raum braucht die Innentür besondere Eigenschaften wie Schallschutz oder Feuchtebeständigkeit.
Dieser Ratgeber erklärt die üblichen Maße, die wichtigsten Unterschiede bei Innentüren und die Eigenschaften einer guten Haustür.
Maße und Zarge richtig planen
Innentüren haben in Deutschland genormte Maße. Ein übliches Türblatt ist 86 Zentimeter breit und 198,5 Zentimeter hoch, für Abstellräume gibt es schmalere Größen, für barrierefreie Durchgänge breitere. Die Rohbauöffnung in der Wand ist jeweils etwas größer, damit die Zarge Platz hat. Die Zarge umfasst die Wand und muss genau zur Wanddicke passen, inklusive Putz oder Verkleidung. Bei Sanierungen lohnt es sich, alle Öffnungen nachzumessen, denn alte Türen haben oft Sondermaße. Wer neue Wände im Trockenbau stellt, plant die Öffnungen gleich passend zu den Normmaßen.
Auch die Öffnungsrichtung gehört zur Planung. Ob eine Tür nach links oder rechts aufgeht, entscheidet darüber, ob sie den Lichtschalter verdeckt, an ein Möbelstück stößt oder den Raum unnötig verstellt. Wo der Platz knapp ist, sind Schiebetüren vor der Wand oder in der Wand eine gute Alternative.
Kurz gesagt. Türblatt, Rohbauöffnung und Wanddicke müssen zusammenpassen. Normmaße sparen Kosten, Sondermaße sind möglich, aber teurer.
Innentüren nach Raum auswählen
Nicht jede Innentür muss dasselbe können. Je nach Raum stehen andere Eigenschaften im Vordergrund.
Wohn- und Schlafräume
Hier zählen Optik und eine ruhige Schließfunktion. Ein Türblatt mit Röhrenspan oder Vollspan ist stabiler und dämpft Geräusche besser als eine leichte Wabenfüllung.
Arbeitszimmer und Bad
Für mehr Ruhe gibt es Türen mit Schallschutz, die mit Dichtungen und Absenkdichtung am Boden arbeiten. Im Bad sollte die Oberfläche feuchtebeständig sein.
Glastüren
Ganzglastüren oder Türen mit Glasausschnitt bringen Licht in dunkle Flure. Sicherheitsglas ist dabei Pflicht.
Eine gute Tür merkt man nicht, man hört sie nur nicht.

Die Haustür als Schutz und Visitenkarte
Die Haustür ist die am stärksten beanspruchte Tür im Haus. Sie muss Wind und Regen standhalten, Wärme im Haus halten und Einbrechern Widerstand leisten. Für die Wärmedämmung ist der Ud-Wert entscheidend, je niedriger, desto besser. Beim Einbruchschutz geben Widerstandsklassen Orientierung. Eine Tür der Klasse RC2 hält typischen Versuchen mit einfachem Werkzeug eine festgelegte Zeit stand, eine Mehrfachverriegelung sichert das Türblatt an mehreren Punkten. Dazu kommt ein fachgerechter Einbau mit fester Verankerung im Mauerwerk, denn die beste Tür nützt wenig, wenn sich die Zarge aus der Wand hebeln lässt. Barrierefreie Schwellen und ein gut erreichbarer Griff erhöhen den Komfort im Alltag.
Gut zu wissen. Lassen Sie bei einer neuen Haustür gleich den Schließzylinder mit Sicherungskarte ausstatten. So können Nachschlüssel nur mit der Karte bestellt werden.

Einbau und Übergänge
Ein weiterer Punkt sind die Beschläge. Hochwertige Bänder lassen sich in drei Richtungen einstellen, damit das Türblatt auch nach Jahren gleichmäßig in der Zarge sitzt. Magnetschlösser schließen leiser als klassische Fallen und sind besonders für Schlafräume beliebt. Die Drückergarnitur sollte gut in der Hand liegen, denn sie wird täglich viele Male benutzt.
Neue Innentüren werden am besten erst eingebaut, wenn Böden, Wände und Malerarbeiten fertig sind. Dann lassen sich die Zargen genau an Bodenhöhe und Wanddicke anpassen, und die Oberflächen bleiben unbeschädigt. Wichtig ist die Bodenluft unter dem Türblatt. Sie muss zum Bodenbelag passen und bei Räumen mit Lüftungskonzept oft etwas größer sein, damit die Luft nachströmen kann. Bei schwellenlosen Übergängen zwischen Räumen wird die Höhe der Beläge vorher abgestimmt. Wer Innentüren und Haustür gemeinsam auswählt, kann Farben, Griffe und Beschläge im ganzen Haus aufeinander abstimmen. Wie wir Türen planen und einbauen, zeigt unsere Leistung Türen und Fenster.
Häufige Fragen
Welche Standardmaße haben Innentüren?
Ein übliches Türblatt ist 86 Zentimeter breit und 198,5 Zentimeter hoch. Daneben gibt es schmalere und breitere Normgrößen.
Was ist eine Röhrenspantür?
Ein Türblatt mit einer Füllung aus Spanplatte mit Hohlräumen. Es ist stabiler und schallschützender als eine Wabenfüllung.
Was bedeutet RC2 bei einer Haustür?
Eine geprüfte Widerstandsklasse gegen Einbruch. Die Tür hält typischen Versuchen mit einfachem Werkzeug eine festgelegte Zeit stand.
Wann werden die neuen Türen eingebaut?
Am Ende der Sanierung, wenn Böden und Malerarbeiten fertig sind. So passen die Zargen genau.
Weitere Ratgeber zu Türen und Fenstern
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